Kompass für pädagogische Fachkräfte

Folge 16: Der Friedensgruß – Shalom / Salam – Brücken im interreligiösen Dialog

Im Schulalltag begegnen Lehrkräfte täglich unterschiedlichen Kulturen und Religionen. Die Art und Weise, wie wir einander grüßen, kann tiefe Einblicke in kulturelle und religiöse Werte geben. Diese Podcast-Folge beleuchtet die Bedeutung von Friedensgrüßen in Judentum und Islam und erweitert das Wissen pädagogischer Fachkräfte zu einem Thema, das im Schulalltag immer wieder relevant ist.

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Warum dieses Thema für den Unterricht wichtig ist

Die Beschäftigung mit religiösen Friedensgrüßen wie „Shalom“ und „Salam“ fördert das Verständnis für interkulturelle Kommunikation und religiöse Wertschätzung. Im Kontext der Extremismusprävention und des Abbaus von Vorurteilen ist es entscheidend, Gemeinsamkeiten zwischen Religionen hervorzuheben und die tiefere Bedeutung von Begriffen wie Frieden zu ergründen. Dies hilft Schülerinnen und Schülern, Vorurteile abzubauen und ein respektvolles Miteinander zu pflegen, indem sie lernen, die Intention hinter solchen Gesten zu erkennen und kulturelle Aneignung von authentischem Austausch zu unterscheiden.

Die Glaubensbrücke: Was wir in dieser Folge lernen

  • Die jüdische Perspektive (Daniel): Der Friedensgruß „Shalom aleichem“ bedeutet „Friede sei mit euch“ und ist im Judentum eine religiöse Pflicht. „Shalom“ umfasst dabei ein umfassendes Wohlergehen (körperlich, geistig, seelisch) und ist mehr als eine Höflichkeitsfloskel. Die Pluralform des Grußes dient als Ausdruck tiefen Respekts. Weitere Grüße für Feiertage oder den Beginn einer neuen Woche zeugen ebenfalls vom tief verankerten Wunsch nach Segen und Harmonie.
  • Die muslimische Perspektive (Misbah): Der muslimische Friedensgruß „Salam alaikum“ hat die gleiche Wortwurzel wie „Islam“ und bedeutet ebenfalls Frieden, Wohlergehen und Heil. Auch hier ist der Gruß eine religiöse Pflicht, die mit Respekt verbunden ist. Muslime werden dazu angehalten, Frieden zu wünschen und zu leben, auch gegenüber jenen, die man nicht mag. Die Intention hinter der Geste ist dabei von großer Bedeutung.
  • Das verbindende Element (Die Glaubensbrücke): Beide Religionen teilen die zentrale Bedeutung des Friedens als hohes Gut, das über die bloße Abwesenheit von Konflikten hinausgeht und umfassendes Wohlbefinden auf allen Ebenen (persönlich, zwischenmenschlich, göttlich) umfasst. Beide Friedensgrüße sind Ausdruck tiefer Wertschätzung und ein tägliches Bekenntnis zu einem harmonischen Miteinander, wobei die Pluralform im Gruß den Respekt gegenüber dem Gegenüber unterstreicht.

Praktische Impulse für den Unterricht

  • Einstiegsfrage: Welche Bedeutung hat das Wort „Frieden“ in verschiedenen Sprachen und Kulturen im Alltag Ihrer Schülerinnen und Schüler?
  • Höraufgabe: Hören Sie sich ab Minute 01:54 an, wie Daniel und Misbah die tiefere Bedeutung von „Shalom“ und „Salam“ erläutern. Diskutieren Sie im Anschluss, welche Aspekte des Friedensbegriffs in den jeweiligen Religionen besonders betont werden.
  • Diskussionsfrage: Inwiefern können Friedensgrüße und ihre Bedeutungen im interreligiösen Dialog dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und das gegenseitige Verständnis zu fördern?

Arbeiten Sie mit den Bildimpulsen

    • Passende Bildimpulse-Karte: 16 Schalom – Der Friedensgruß
    • Passende Bildimpulse-Karte: 16 Salam – Der Friedensgruß

Mehr Materialien

Dieser Podcast basiert auf unserer physischen Lernkartenbox „Bildimpulse: Judentum & Islam“ des Maimonides Bildungswerks. Mehr Informationen zu unseren Angeboten finden Sie unter Projekt Kompass.

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