Referent: Prof. Dr. Mathias Rohe
(Rechts- und Islamwissenschaftler)
Über die Veranstaltung
Muslimfeindlichkeit ist kein ausschließlich modernes Phänomen. Ihre Wurzeln reichen weit in die europäische Geschichte zurück und stehen in Verbindung mit religiösen, kulturellen und politischen Entwicklungen. Gleichzeitig zeigt sie sich heute nicht nur in offenem Extremismus, sondern auch in subtileren Formen – etwa in gesellschaftlichen Narrativen, institutionellen Strukturen oder alltäglichen Wahrnehmungen.
Doch wie entstehen solche Mechanismen? Welche historischen Prägungen wirken bis in die Gegenwart fort? Und welche Rolle spielen rechtliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen?
Prof. Dr. Mathias Rohe, einer der renommiertesten deutschen Experten an der Schnittstelle von Recht und Islamwissenschaft, beleuchtet die verschiedenen Dimensionen von Muslimfeindlichkeit und zeigt auf, wie Vorurteile, gesellschaftliche Vorstellungen und institutionelle Prozesse miteinander verbunden sein können.
Der Vortrag bietet fundierte Einblicke in die historischen und aktuellen Herausforderungen und lädt dazu ein, gesellschaftliche Debatten differenziert und wissenschaftlich informiert zu betrachten.
Diese Veranstaltung bildet den Auftakt der dreiteiligen Online-Vortragsreihe „Muslimfeindlichkeit verstehen“, die unterschiedliche wissenschaftliche Perspektiven auf das Thema zusammenführt.
Weitere Termine der Reihe
04.11.2026
Ein muslimischer Blick auf Muslimfeindlichkeit
mit Dr. Muhammad Sameer Murtaza
17.11.2026
Jüdische Perspektiven auf Muslimfeindlichkeit und das Verhältnis von Judentum und Islam
mit Dr. David Ranan