
Kerkrade / Ingelheim am Rhein. Ein unüberhörbares Zeichen für die völkerverbindende Kraft des gemeinsamen Gesprächs: Am vergangenen Freitag, den 5. Juni 2026, wurde Mustafa Cimşit, Geschäftsführer des Maimonides jüdisch-muslimischen Bildungswerks, in der geschichtsträchtigen Aula Major der Abdij Rolduc in Kerkrade (NL) mit der namhaften Martin-Buber-Plakette ausgezeichnet. Im Rahmen eines historischen Doppel-Jubiläums der Stichting Euriade feierte die internationale Gemeinschaft das Brückenbauen über religiöse und nationale Grenzen hinweg.
Eine hochrangige Würdigung des Brückenbauens
Die feierliche Kulisse der Abtei bot den Rahmen für ein zutiefst bewegendes Ereignis. Mustafa Cimşit durfte die Auszeichnung im Sinne einer trilateralen Verbundenheit gemeinsam mit zwei geschätzten Weggefährten entgegennehmen: dem emeritierten Abt Dom Adriaan J.M. Lenglet und Rabbiner Aaron Malinsky. Die gemeinsame Ehrung von Vertretern dreier Weltreligionen verkörpert das dialogische Prinzip des Philosophen Martin Buber par excellence.
Die historische Tragweite des Preises, der in der Vergangenheit bereits an Persönlichkeiten wie Michail Gorbatschow, Helmut Schmidt und Richard von Weizsäcker verliehen wurde, spiegelte sich auch in der hochkarätigen Besetzung des Festaktes wider. Die inspirierende Laudatio hielt die Amsterdamer Bürgermeisterin Femke Halsema, die das unermüdliche Engagement der Preisträger würdigte.
Für Mustafa Cimşit ist diese Auszeichnung vor allem Rückenwind für die Zukunft:
„Die Martin-Buber-Plakette erfüllt mich mit tiefer Demut. Sie ist kein Ruhekissen für das Erreichte, sondern ein kraftvoller Auftrag. Gerade in Zeiten spürbarer gesellschaftlicher und globaler Krisen zeigt uns diese internationale Anerkennung, dass unser Weg des beharrlichen, Brücken bauenden Dialogs alternativlos ist. Dieser Preis gehört allen, die unsere Arbeit beim Maimonides Bildungswerk tagtäglich unterstützen.“
Ein lebendiges Fundament: „Jugend im Dialog“
Die Verleihung bildete den Höhepunkt eines bemerkenswerten Doppel-Jubiläums: Die Stichting Euriade feierte das 50-jährige Bestehen des Internationalen Dialogfestivals EURIADE sowie das 25-jährige Jubiläum der Verleihung der Martin-Buber-Plakette. Ein Meilenstein und das Lebenswerk von Prof. Dr. Werner Janssen, dem die Preisträger herzlich gratulierten.
Wie lebendig dieser Dialoggedanke in der Praxis gelebt wird, zeigt das grenzüberschreitende Euriade-Projekt „Jugend im Dialog“. Dieses Kernprojekt wird von der Bürgermeisterin von Kerkrade, Frau Petra Dassen-Housen, und dem Bürgermeister von Herzogenrath, Herrn Dr. Benjamin Fadavian, mit voller Kraft unterstützt und findet aktiv an beiden Orten statt – ein gelebtes Beispiel für ein offenes, europäisches Miteinander. Unterstrichen wird diese europäische Dimension durch die wertvolle Unterstützung und Schirmherrschaft der Ersten Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Frau Sabine Verheyen.
Ausblick und Dank an unsere Unterstützer
Das Maimonides jüdisch-muslimische Bildungswerk nimmt diese Auszeichnung als Ansporn, seine Bildungs- und Begegnungsformate im Sinne der Verständigung noch intensiver auszubauen. Ein herzlicher Dank gilt der Stichting Euriade für die hervorragende Organisation sowie allen Freunden, Förderern und Lesern, die diesen Weg durch ihr Vertrauen und ihre Begleitung erst möglich machen.









