Das Maimonides Bildungswerk war mit einem Workshop an der THS Offenbach – für jüdisch-muslimischen Dialog, Vielfalt und Demokratiebildung.

Am 18. September 2025 war das Maimonides Bildungswerk zu Gast an der Theodor-Heuss-Schule in Offenbach. Im Rahmen eines Projekttags unter dem Motto „Gemeinsamkeiten in der Vielfalt entdecken – um Brücken zu bauen“ gestalteten wir gemeinsam mit Schüler:innen der Jahrgangsstufe 12 einen interaktiven Workshop zur jüdisch-muslimischen Bildungsarbeit.

Ziel war es, Gemeinsamkeiten zwischen Judentum und Islam sichtbar zu machen, Vorurteile abzubauen und Räume für Begegnung und Dialog zu schaffen. Dabei kamen unsere „Bildimpulse: Judentum & Islam“ zum Einsatz – ein pädagogisches Material, das durch visuelle Impulse, Reflexionsfragen und interaktive Übungen den Zugang zu religiöser Vielfalt erleichtert.

Die Jugendlichen setzten sich mit religiösen Traditionen, historischen Verflechtungen und aktuellen Herausforderungen auseinander – stets mit dem Fokus auf gegenseitigem Respekt und dem Wert von Vielfalt in einer demokratischen Gesellschaft.

👉 Ein ausführlicher Bericht der Schule ist hier zu finden.

Stimmen aus dem Workshop

Besonders eindrucksvoll war die Offenheit der Schüler:innen, die sich mit persönlichen Fragen, Erfahrungen und Perspektiven einbrachten. Lamia Jabli aus der Klasse ZF2C schreibt in ihrem Bericht:

„Der Workshop hat mir sehr gut gefallen. Ich habe dabei viele neue und interessante Dinge über das Judentum, aber auch über den Islam gelernt. Die Veranstaltung war sehr gut organisiert und übersichtlich aufgebaut.

Was mir besonders aufgefallen ist: Oft hört man Menschen, die schlecht über das Judentum sprechen, obwohl sie selbst wenig oder gar kein Wissen darüber haben. Häufig wird auch das Verhalten einzelner Personen genutzt, um eine ganze Religion zu verurteilen. In dem Workshop wurde jedoch deutlich gemacht, dass viele Probleme, die oft Religionen zugeschrieben werden, eigentlich mit Politik zu tun haben – nicht mit dem Glauben selbst. Das war für mich eine wichtige Erkenntnis.

Es war schön zu sehen, wie viele Gemeinsamkeiten Judentum und Islam haben. Auch die Vielfalt der Kulturen innerhalb der Religionen wurde thematisiert – große und kleine Unterschiede wurden anschaulich erklärt. Die drei Referentinnen, die den Workshop geleitet haben, haben das Thema sehr gut und verständlich präsentiert. Besonders Mustafa war sehr sympathisch, witzig und hatte eine friedliche Ausstrahlung, die zur angenehmen Atmosphäre beigetragen hat.

Alle Fragen wurden ernst genommen und verständlich beantwortet. Es wurde auch darauf geachtet, dass wirklich jeder mitkommt – durch zusätzliche Erklärungen und hilfreiche Tipps. Besonders gut fand ich die Übungen mit den Karten, bei denen man selbst aktiv wurde und so spielerisch etwas über beide Religionen gelernt hat.

Die Stimmung im Workshop war durchweg positiv und es hat viel Spaß gemacht, dabei zu sein. Meine Mitschülerinnen und ich wussten vorher nicht viel über das Judentum – nach dem Workshop haben wir jedoch eine ganz neue Sichtweise gewonnen. Es war schön, mehr über diese Religion zu erfahren und Vorurteile abbauen zu können.

Ich kann diesen Workshop auf jeden Fall weiterempfehlen. Es wurden viele wichtige und interessante Themen angesprochen, die sehr hilfreich für das eigene Verständnis von Religion und Kultur sind. Ich habe alles gut verstanden und sehr viel Neues gelernt.“

Fazit

Die Rückmeldungen zeigen, wie wichtig solche Bildungsformate sind, um Brücken zwischen Religionen, Kulturen und Lebenswelten zu bauen. Der Einsatz der Bildimpulse ermöglichte einen niedrigschwelligen, aber tiefgehenden Zugang zu komplexen Themen. Wir danken der Theodor-Heuss-Schule Offenbach für die Einladung und die wertvolle Zusammenarbeit.