Die Unterstützer:innen sind öffentlich bekannte Persönlichkeiten, welche die wesentlichen Inhalte des Bildungswerks teilen und damit ideelle Förderer unseres Bildungswerks sind.

“Die Jahrhunderte alten Beziehungen zwischen Judentum und Islam waren bis in die jüngere Zeit von Toleranz und Kooperation geprägt. Diese wahrhaft erstaunliche Geschichte sollte trotz aller politischen Probleme, die westlicher Antisemitismus und Kolonialismus hervorgerufene haben, fortgesetzt werden, nicht zuletzt in Deutschland, wo nunmehr Juden und Muslime dicht beieinander leben, und beide von radikalen Kräften an Leib und Leben bedroht werden. Es wäre ein Akt der Vernunft, hierzulande sich nicht gegeneinander auszuspielen zu lassen, sondern sich zusammenzutun, um die vom Grundgesetz gewährten Rechte gegen dessen Feinde zu verteidigen.

Vielleicht könnte gerade das Bildungswerk zum Modell einer Belebung einer weltweiten Zusammenarbeit von Muslimen und Juden werden. Es soll diesbezüglich nur daran erinnert werden, dass Isam und Judentum enge geistliche Verwandte sind, die beide aus dem Hause Abrahams stammen. Auch wenn Brüder und Schwestern miteinander  streiten, bleiben sie dennoch Kinder desselben Vaters.

Möge diese Erinnerung Förderer und Mitarbeiter des Maimonides jüdisch-muslimischen Bildungswerks in ihrem Engagement für den interreligiösen Frieden in diesem Land beflügeln.”

Prof. em. Dr. theol. Dr. phil. h.c. Edmund Weber ist Theologe und Religionswissenschaftler an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Er ist Herausgeber von Journal of Religious Culture; THEION – Studies in Religious Culture; Redaktionsmitglied: EURASIA. Die Liste seiner Veröffentlichungen finden Sie hier.

 


Prof. Dr. Ralf Rothenbusch ist stellv. Direktor und Studienleiter der Akademie Erbacher Hof des Bistums Mainz. Seine Aufgabengebiete sind: Theologie, Geschichte und Literatur der Bibel, Biblisch-theologische Fragen und Bibelhermeneutik, Interreligiöser Dialog mit Judentum und Islam.


“Der interreligiöser Dialog ist eine wesentliche Säule der Interkulturellen Öffnung in der frühkindlichen Bildung. In Kindertageseinrichtungen und Familienzentren erleben und beobachten Kinder die Vielfalt von Sprachen, Essgewohnheiten, gelebten Feiern, Trauern und nicht zuletzt von Werten und Religionen.

Dabei entwickeln Kinder Fragen und eigene Vorstellungen über die verschiedenen Lebensformen des Umgangs miteinander, den Ursprung des Lebens, die Existenz von Gott, den Sinn der Kriege und den Tod. In dem Prozess sind sie von ihren Familien und Pädagog:innen begleitet, die nicht immer das Gefühl haben, kindgerechte Antworte anbieten zu können.

Das Bildungswerk kann mit seiner Reichweite an Kompetenzen und mit Berücksichtigung der UN-Kinderrechtkonvention einen wichtigen Beitrag in diesem Feld leisten und durch die Implementierung von pädagogischen Netzwerken und Expertisen die verschiedenen Akteur:innen im Prozess der Auslegung und Verwirklichung des interreligiösen Dialogs unterstützen”.


Dr. Giovani Cicero Catanese ist promovierter Dipl.-Pädagoge mit Schwerpunkt „Interkulturelle Pädagogik“. Er ist 2. Vorsitzender des Instituts für Interkulturelle Pädagogik im Elementarbereich (IPE) e.V. Mainz und Lehrkraft für besondere Aufgaben, Department Erziehungs- und Sozialwissenschaften an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln. Arbeits- und Forschungsgebiete: Interkulturelle Bildung, Pädagogik der frühen Kindheit, frühe mehrsprachige Bildung, Fachberatung in Kindertagesstätten.


“Judentum und Christentum haben im Islam eine besondere Bedeutung und werden im Koran als Buchreligionen hervorgehoben. Auch wenn in Deutschland, der Antisemitismus im Zusammenhang mit der NS-Zeit und dem Holocaust in den Schulen sehr ausführlich behandelt wird, ist die gemeinsame jüdische, christliche und muslimische Geschichte insbesondere für die in Deutschland heranwachsenden Generationen weitgehend unbekannt.

Ich bin überzeugt, dass das jüdisch-muslimische Bildungswerk Maimonides für die Füllung dieser Wissenslücke einen wichtigen Beitrag leisten wird. So kann die, bis in Gegenwart reichende und von Toleranz und Kooperation geprägte, viele Jahrhunderte alte jüdisch-muslimische Geschichte, in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden und somit die Bekämpfung von Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus unterstützen”.

Dr. Hüseyin Kurt ist Mitglied der Kommunalen Ausländervertretung Frankfurt (KAV), Koordinator der Arbeitsgemeinschaft der Türkischen Moscheen in Frankfurt und Migrantenberater beim Frankfurter Verband für Alten- und Behinderten Hilfe e. V.


“Die besondere Qualität der jüdisch-muslimischen Beziehungen über die Jahrhunderte bietet reiche Möglichkeiten, sicher geglaubte Auffassungen über “den Islam” oder “das Judentum” zu hinterfragen. Umso dringlicher ist diese Aufgabe in einem christlich-europäischen Kontext, der sich dankenswerterweise das jüdisch-muslimische Bildungswerk “Maimonides” verschrieben hat. “.

Prof. Dr. Ottfried Fraisse ist Lehrstuhlinhaber am Seminar für Judaistik / Jüdische Studien an der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg. Seine Lehr- und Forschungsgebiete sind: arabisch-jüdische Philosophie in den jüdischen Schriftkommentaren des Mittelalters, sephardische Juden unter muslimischer Herrschaft, die Wissenschaft des Judentums und moderne jüdische Philosophie.